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Sonntag Morgen, 9:30. Auf dem Trainingsplan steht ein langer Lauf von mehr als 2 Stunden. Dagmar und ich haben uns für eine Strecke auf der Bausch entschieden. Da ist es zwar etwas hügelig aber fast die gesamte Strecke liegt im Wald und es ist nicht ganz so heiß wie beispielsweise auf der Moselstrecke.
Trainingssplan, das heißt wir planen etwas. Soll ich schon verraten was? Ne, ich warte noch etwas. Schließlich könnte es ja sein das in letzter Minute vor dem Berlin-Marathon sich jemand verletzt und wir nicht starten können, oder wir nicht genug trainiert haben, oder ... – wie ständen wir dann da? Ich verrat’ es später, versprochen ... Zurück zur Bausch. Schon nach 200 Metern meldet sich die rechte Wade. Ich weiß ja auch nicht was los ist, vielleicht ist ja das warme Wetter. Aber wenn ich Achim Achilles zitieren darf: „Die Wade ist die Ursula von der Leyen in der Hierarchie der Körperteile - ganz fotogen, ansonsten unwichtig, völlig überschätzt.“. Nach 2,5 Kilometer steht der dickste Brocken schon an: 135 Höhenmeter auf 2,2 Kilometer. Das sind rund 6,1 % und wir kommen ganz schön ins Pusten. Die erste Zwischenzeit bei der Dicken Buche halten wir mal mit 46 Minuten (für 6 km / 7:44) fest. Auf dem Weg zurück zur Bausch begegnet uns ne Hardcore-Wander-Gruppe mit Sack und Pack und Kind und Kegel und Hund. Sind wohl auf dem Weg nach Kordel oder zur Burg Ramstein. Von mir aus. Lass sie doch laufen, wer ist schon so verrückt und geht bei der Hitze wandern ...
1:04 zeigt die Uhr, als wir zurück am Parkplatz an der Bausch sind. Die kleinere der zwei Runden hat knappe 8 ½ km (7:32 min/km). Die zweite Runde wird etwas weiter, dafür aber auch etwas leichter. Sie beginnt mit nach einem Kilometer mit einem Anstieg von 800 m mit 6,25% , danach wird’s flach. Aber auch immer heißer. Mensch haben wir ein Wetter; und das schon seit mehr als 6 Wochen. Man könnt sechsmal am Tag duschen gehen ... Ein neues Stück habe ich in das Laufrepertoire auf der Bausch aufgenommen: eine Schleife zur Ehranger Kanzel, einem Aussichtspunkt hoch über Ehrang mit grandiosem Ausblick auf die Mosel, dem vielbesungenen Fluss, der in abermillionen Jahren dieses Tal in den weichen roten Sandstein genagt hat und unablässig seiner Mündung zu Fuße des Kaiser-Wilhelm-Denkmals zustrebt um sich dort mit Vater Rhein zu vereinen ... irgendwie muss man sich ja von den Strapazen ablenken – übrigens: Wasser is alle ... Der letzt kleine Anstieg steht an. 1,1 km, 5,5 %, 60 Höhenmeter. Dann geht es zurück zur Bausch. Fini. 2:28 h für 19,5 km, Schnitt 7:35 |