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Eigentlich hatte ich mir für heute mehr vorgenommen. Nach der langen Sitzerei im Zug heute hatte ich mir eine neue Moselrunde zurecht gelegt. Neu deshalb, weil meine bisherige Runde zur Römerbrücke und zurück von Baggern, Radladern und Planierraupen zunichte gemacht wird. Der Radweg zur Mosel ist offiziell gesperrt (auch wenn es praktisch noch möglich ist, über den neuen Damm zu laufen) und die Radfahrer werden über den Biewerer Sportplatz umgeleitet.
Und genau dahin führten mich heute Abend um kurz vor 9 die ersten Meter. Auf dem Sprtplatz trainierte eine Fussballmanschaft. Hinter den Pappeln führt die "Umleitung" dann auf dem Moselradweg. Ich bog Richtung Trier ab. Etwa in Höhe der neuen Bahnüberführung ist der Radweg um gute fünf Meter in einem Bogen Richtung Mosel um den neuen Damm verlegt; und genau da tauchte das erste Zwicken in der linken Wade auf ... Der Weg zur Kaiser-Wilhelm-Brücke ist und bleibt öde. Man läuft so vor sich hin, läßt die Gedanken kreisen, träumt von gut gebauten Joggerinnen, hofft dass die ein oder andere offenherzige junge Inline-Skaterin entgegen kommt ... Batsch!!! Als ob der Herr die kleinen gedanklichen Sünden strafen will gibt es einen Schlag in die Wade. Zerrung - wo auch immer die jetzt her kommt. Ich bin mir keiner Schuld bewußt. Habe langsam angefangen, keine übertriebenen Dehnübungen ... Ich denke es ist das Alter, man ist eben keine 20 mehr. Wird Zeit, dass man den Sinn des Lebens erkennt, sesshaft wird, Kinder zeugt, ein Haus baut und 'nen Baum pflanzt. Das ein oder andere Ziel davon würd ich ja gerne noch erreichen, aber in dem Moment (Batsch) hab ich mir eher Gedanken gemacht wie ich wieder nach Haus komme. Ich hab dafür auch ne Lösung gefunden: Langsam! Ich hab das Stückchen von heute nachgemessen: 7,5 km. Ich nehm sie trotzdem in den Kilometerzähler auf und dann heißt es "Wunden lecken" ... |