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Eintrag vom 30.07.2006:
Wochenende!!! Das bedeutet Erholung von der Arbeit aber auch eine intensivere Laufeinheit.

Der Weg heute wird weit. So weit wie noch zuvor.

Es geht los über sie Pfalzeler Brücke, weiter durch die Metternichstrasse bis hinten zum neuen Audizentrum. Dann scharf links und über die alte baufällige Steinebrück auf der man Angst haben muss, dass, wenn gleichzeitig ein Auto drüber fährt, sie zusammenfällt. Am Fuß des Grünebergs geht’s dann am Klärwerk vorbei Richtung Ruwer.

Der neue Ruwerradweg beginnt jetzt am alten Bahnübergang. Die alte Bahntrasse ist frisch geteert und da wo Radweg und die Ruwer fast nebeneinander her verlaufen ist ein Biergarten geöffnet. Ideal für alle Ruwertalradwegfahradfahrer, die nach der Tour einkehren wollen. Die Strecke verläuft schnurgeradeaus bis nach Mertesdorf, wo ein weiterer Biergarten direkt am Radweg liegt. Hier ist auch gut gefüllt und das riecht so gut nach Schwenkbraten und Würstchen. Ich biege links nach Mertesdorf ein, 50 Minuten sind um; ein Stück die Hauptstrasse rauf , dann wieder links Richtung Eitelsbach.

Die kleine Kapelle in Eitelsbach ist umringt von Weingütern. Hier scheint es sich gut leben zu lassen, aber auch sehr exklusiv: ein Porsche neben dem anderen.

Zurück in Ruwer fängt es leicht an zu regnen. Eine willkommene Abwechslung zu den heißen Tagen in Juni und Juli. Es geht durch Ruwer, dann auf dem Radweg weiter bis zur Ehranger Moselbrücke.

Direkt am Ortseingang von Kenn befindet sich das Berufsbildungs- und Technologiezentrum Bau der Handwerkskammer am anderen Ende ist das Gewerbegebiet. Dann wird es eintönig. Bis hinunter an die Schweicher Brücke geht es an der Autobahn entlang – dafür mit starkem Rückenwind.

Gegenüber von Schweich hör ich schon ein riesen Tamm-Tamm. Schweich hat Hafenfest, was für eine Überraschung. Als ich am Fährturm vorbei will, ist da alles mit Wurst- und Bierbuden zugestellt, ich muss mir den Weg durch das Besucherdickicht mit der Machete freischlagen. Die Live-Band spielt gerade “bright sunshiny day“ von Johnny Nash. Auf der Tanzfläche, die gut und gerne 50 m² hat, schwingt ein Paar alleine die Hufe. Ich kämpf mich durch die Menge ... irgendwie passt der Song: ... I can see all obstacles in my way … (Ich kann alle Hindernisse sehen).

Hinter dem Hafen wird es direkt ruhiger, der Regen lässt nach und der Himmel wird wieder heller ( ... I can see clearly now, the rain is gone …). Der Radweg zieht jetzt eine lange Linkskurve, vorbei an Issel, um dann bei Quint ganz die Mosel zu verlassen. Und als ob Johnny Nash ein Prophet wäre, erscheint jetzt von Schweich bis Ruwer ein deutlicher Regenbogen ( ... here is the rainbow I've been prayin for ..). Das ist ein kleiner Trost. Hier bei 21Kilometer fängt es an weh zu tun, also jetzt weniger im Sinne von Zahn- oder Kopfschmerzen, sondern eher so, dass die Beine Müde werden. 2:15 h sind es bis hier nach Quint. Gute 6 Kilometer sind es noch.

Der Weg führt jetzt auf dem alten Bahndamm der Bimmelbahn nach Quint. Ich kann mich noch erinnern, als ich mal als Bubchen im Ehranger Krankenhaus gelegen hab. Hatte 'nen Unfall mit dem Schlitten und war ein paar Tage hier. Da ist morgens recht früh immer noch der Zug nach Quint gefahren. Lang lang ist’s her ...

Vom Bahnübergang an der Kyll bis zur Mäusheckerwegschule zieht es sich ewig. Aber ab der Schule geht’s wieder besser. Ein letztes Aufbäumen, Endspurt ( ... think I can make it now, the pain is gone - all of the bad feelings have disappeared …)

2:58 h - 26,9 Kilometer – bis zum Marathon fehlen da noch 15 Kilometer… das werden noch arbeitsreiche Wochen bis zum 24. September ...